Forschung am BZkG

Um Patienten nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Entwicklungen behandeln zu können, sind interdisziplinäre Forschungsvorhaben unerlässlich. Dabei arbeiten die Partner am BZkG mit renommierten Firmen und Institutionen zusammen, wie beispielsweise dem Fraunhofer-Institut. Die Forschung umfasst alle Bereiche der Behandlung: von der Verfeinerung der Operationstechniken über die Verbesserung der Materialien bis hin zur Weiterentwicklung der Epithesen selbst.
  • Studie über Lebensqualität

    Mit intensiven Befragungen zur gefühlten Lebensqualität der Patientinnen und Patienten erheben wir die wichtigsten Wünsche zur Verbesserung und Weiterentwicklung der Epithesen – und leiten daraus auch unsere nächsten Forschungsaktivitäten ab.
  • Stigmafreie Epithesen

    "Stigmafreie Epithesen" sind Produkte, die – statt möglichst natürlich – eher wie ein Mode-Accessoire aussehen und bewusst auffallen sollen. Gemeinsam mit der Universität Antwerpen forscht das BZkG zu Möglichkeiten, Akzeptanz und Herstellung dieser besonderen Epithesen.
  • Aktive Augenepithese

    Die präzise Synchronisation des Lidschlags ist die größte Herausforderung bei der Entwicklung aktiver Augenepithesen. Das BZkG war an der Grundlagenforschung beteiligt und entwickelte bereits 2006 die damals zweite Generation aktiver Augenepithesen.
  • Forschung an neuen Oberflächen

    Da Implantante zwar mit den Knochen, nicht aber mit der Schleimhaut verwachsen, ist der Übergang zwischen Magnet und Haut der größte Angriffspunkt für Bakterien. Die Forschung an neuen Insertoberflächen kann helfen, diese Angriffsfläche zu minimieren.
  • 3D-Epithesenplanung

    Um das Ergebnis der epithetischen Versorgung bestmöglich simulieren zu können – also etwa den Anblick des Gesichts mit künstlicher Nase –, nutzen wir unter anderem eine 3D-Software, deren Möglichkeiten und Einsatzbereiche stetig ausgeweitet werden.
  • CAD/CAM Technik

    Bei komplexeren Versorgungen nutzen wir auch CAD/CAM-Technik (computergestütztes Design und computergestützte Herstellung). Die Epithesen werden dann nicht aufgrund von Abdrücken geplant, die während einer Operation erstellt werden müssen, sondern auf Grundlage von Computertomographien.
  • Patientenspezifische Implantate

    Durch CAD/CAM-Technik können dann auch patientenspezifische Implantate (PSI) gesetzt werden. Solche PSIs sind nötig, wenn die Standard-Magnetverankerungen aufgrund komplexer Defekte nicht mehr für eine Versorgung ausreichen.
  • Navigationsgerät

    In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut entwickelte die Klinik für Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie ein Navigationsgerät, das eine sichere Implantatsetzung auch auf kleinstem Raum ermöglichte. Mit zunehmender Erfahrung der Operateure sind diese Geräte heute kaum mehr nötig.